Lupus- der Wolf

und chron. Polyarthritis Selbsthilfegruppe e.V.

Was ist chronische Polyarthritis?

Erklärung

Die chron. Polyarthritis wird auch Rheumatoide Arthritis (RA) genannt. Dies ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke und gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Sie ist die häufigste chronisch verlaufende Gelenkerkrankung mit Gelenkentzündungen.

Unter Arthritis versteht man eine Entzündung mehrerer Gelenke. Die chronische Polyarthritis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die körpereigene Abwehr fehlgesteuert ist. Hier stehen die Gelenke in dem Entzündungsprozess. Das eigene Immunsystem kann nicht mehr zwischen „Fremd“ und „Eigen“ entscheiden, greif das Gelenkgewebe an und zerstört es. Die Auswirkungen sieht man auf den zwei Bildern.

Auf dem rechten Bild sieht man eine durch die chronische Polyarthritis verformte Hand, links eine normale zum Vergleich.

Durch ein Zusammenspiel der Entzündungszellen kann es zu einer Schleimhautschwellung im entzündeten Gelenk kokmmen. Die Gelenkinnenhaut wuchert und aus den Blutgefäßen tritt vermehrt Flüssigkeit aus. So kommt es zu einem Gelenkerguss. Nach einiger Zeit wird der Krnopel, die Knochen und die Bänder des Gelenkes dadurch zerstört. Die weißen Blutkörperchen sorgen für den abtransport der abgestorbenen Gewebeteile.

Symptome

Die chronische Polyarthritis kann die verschiedensten Symptome hervorrufen, wie z. B.:

  • nächtliche, sowie morgendliche Schmerzen der Fingergelenke

  • Morgensteifigkeit der Gelenke, welche länger als 30 Minuten anhält

  • Mehr als zwei geschwollene Gelenke

  • Erschöpfung

  • Müdigkeit

  • Fieber

  • Gewichtsabnahme

  • Nachtschweiß

  • Schwellungen der gleichen Gelenke beidseits

  • Rötung und Überhitzung der gleichen Gelenke beidseits

  • sogenannte Rheumaknoten (gummiartige Knoten wachsen an der Streckseite der Gelenke)

  • Bewegungseinschränkung

Behandlung

Die Rheumatoide Arthritis sollte ganzheitlich behandelt werden. Das wichtigste bei den Therapiemöglichkeiten ist die schwere der eigenen Krankheit und das Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Anschließend wird gemeinsam mit dem Patienten der Therapieplan ausgearbeitet. Nicht für jeden Menschen ist die gleiche Therapie geeignet. Die Therapie kann, wie bei Lupus, die Beschwerden und den Verlauf nur lindern, nicht heilen. Die Behandlung umfasst mehrere Säulen:

  • Medikamentös
    Wie zum Beispiel Immunsuppressiva, um den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen. Sowie Schmerzmittel, um ein wenig Lebensqualität aufrecht erhalten zu können.

  • Physio-, und Ergotherapie
    Um die Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit der Gelenke in Beruf und Alltag soweit wie möglich zu erhalten.

  • operative Verfahren
    Als letzter ausweg wenn Maßnahmen nicht mehr helfen, oder die Krankheit zu weite fortgeschritten ist.

  • Patientenschulungen
    Um über die Erkrankung informiert zu werden und besser damit umgehen zu können.

Weltweit sind 0,5 % bis 1 % der Bevölkerung betroffen. Frauen erkranken an der Zahl doppelt so häufig wie Männer. In Deutschland sind ca. 800.000 Menschen betroffen. Sie kann in jedem Alter auftreten. Auch im Kindesalter.

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