Lupus- der Wolf

und chron. Polyarthritis Selbsthilfegruppe e.V.

Was ist Lupus

Erklärung

Lupus ist eine Autoimmunerkrankung, bei welcher sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Der Körper bildet also Abwehrstoffen, auch Antikörper genannt. Diese richten sich gegen bestimmte Gewebsstrukturen. Sie werden als fremd angesehen und als Autoantikörper bezeichnet.

Diese Autoantikörper gelangen in den Blutkreislauf und können so in allen Körperregionen zu Entzündungen und Schädigungen führen. Der systemische Lupus erythematodes kann somit Organe, Muskeln, Sehnen und Nerven schädigen.

Die Erkrankung wurde das erste mal 1872 von dem griechischen Hautarzt Kaposi beschrieben.

Es gibt drei übergeordnete Arten von Lupus:

Diskoider Lupus erythematodes
Dieser betrifft nur die Haut und bildet dort beispielsweise runde, scharf abgegrenzte schuppende Flechten. Er kann leicht durch eine Hautbiopsie diagnostiziert werden.

Medikamenteninduzierter Lupus erythematdoes
Dieser wird von Medikamenten hervorgerufen. In den meisten Fällen ist der nach Absetzen des betreffenden Medikamentes entweder rückläufig oder komplett verschwunden.

Systemischer Lupus erythematodes
Dies ist die häufigste Form des Lupus. Er zeigt viele unterschiedliche Verlaufsformen. Kann sowohl mild, als auch ohne Therapie tödlich verlaufen. Hierbei ist der ganze Körper betroffen und kann überall Schäden aufweisen

Symptome

Die Symptome bei Lupus können sehr vielfältig sein. Nicht umsonst wird die Krankheit „Chamäleonskrankheit“ genannt. Symptome sind zum Beispiel:

  • Müdigkeit

  • Abgeschlagenheit/Erschöpfung

  • viel Schlaf und dennoch müde

  • Gelenk- und Gliederschmerzen

  • Muskelschmerzen

  • Muskel- und Sehnenschwäche

  • Hautveränderungen

  • Plötzliche Sonnenallergien

  • immer wiederkehrende (rezidivierende) Fieberschübe

  • migräneartige Kopfschmerzen

  • Leistungsschwäche

  • Konzentrationsstörungen

  • Augen- und Mundtrockenheit

  • unklare Symptome, welche zu keiner anderen Erkrankung passen

Behandlung

Lupus ist eine chronische Erkrankung, deren Therapie meist viele Jahre dauert. Das Behandlungskonzept ist für jeden Lupus-Patienten individuell. Es hängt davon ab, welche Organe betroffen sind und wie aktiv die Erkrankung verläuft. Obwohl die Ursachen eines Lupus nach wie vor unklar sind, kann man ihn inzwischen recht gut mit Medikamenten behandeln. Diese dämpfen das überaktiv gewordene Immunsystem. Zusätzlich kann man noch eine Schmerzbehandlung einleiten. UV-Strahlung sollte in jedem Fall vermieden werden.

Medikamentöse Behandlung

Nichtsteroidale antirheumatika (NSRA):
Diese wirken schmerz- und entzündungshemmend und haben einen schnellen Wirkungseintritt. Allerdings hält die Wirkung auch nicht lange an.

Basistherapie

  • Cortison
    Dies ist stark entzündungshemmend und kann bei einem akuten Schub lebensrettend sein.

  • Antimalariamittel
    Hierzu gehören zum Beispiel Hydrochloroquin, auch Quensil genannt.

  • Immunsuppressiva
    Hierbei wird das gesamte Immunsystem unterdrückt, es wird auch nach Organtransplantationen eingesetzt. Zu der Gruppe gehören zum Beispiel Azatioprin (Imurek) und Mycophenolatmofetil (Cellcept).

  • Zytostatica
    Wie zum Beipsiel die Chemotherapie Endoxan (Cyclophospamid).

Physikalische Therapie

Abgesehen von einer medikamentösen Behandlung können noch verschiedene Maßnahmen wie Physiotherapie oder Ergotherapie Hilfestellungen geben.
Bei Gelenkschmerzen und Entzündungen haben sich verschiedene Maßnahmen wie Kälte, Wärme oder Ruhigstellung als hilfreich erwiesen.

In Deutschland sind circa 45.000 Menschen an Lupus erkrankt. Zu 80% sind es Frauen, vorzugsweise zwischen Pubertät und Wechseljahre. In seltenen Fällen können Männer und auch Kinder an Lupus erkranken.

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