Am 06.04.2019 fand der Vortrag „Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht“ statt.  Wir begannen um 14.45 Uhr und es waren viele der Einladung gefolgt.

Nach einer kurzen Vorstellung der Referentin begann die dann auch zügig mit dem Vortrag und wir sollten Fragen direkt stellen.

Warum soll man eine Patientenverfügung machen?

Es kann jederzeit bei einem Menschen die Situation eintreten, dass er nicht mehr einwilligungsfähig bei medizinischen Behandlungen ist. In einer Patientenverfügung kann ich für diesen Fall genau festlegen, welche medizinischen Maßnahmen ich möchte und welche ich strikt ablehne. Dabei handelt es sich um medizinische Maßnahmen und Anwendungssituationen, die starke Auswirkungen auf mein Laben haben. Deswegen muss bei einer Patientenverfügung haargenau meine Wünsche geregelt werden. Dann müssen Ärzte, Bevollmächtigte und auch Betreuer danach handeln. Ich lege genau fest, welche medizinischen Behandlungen und Maßnahmen zur Intensivpflege bei schweren Erkrankungen, unfallbedingte Verletzungen, Hirnschäden oder altersbedingten Hirnabbau (Demenz) ich zustimme oder gar ablehne. Man sollte seine Wünsche sehr konkret darstellen und auch beschreiben damit die Wünsche dann auch berücksichtigt und umgesetzt werden.

Auch die Organspende sollte in der Patientenverfügung bestimmt werden. Ja oder nein oder welche Organe.

Eine Patientenverfügung ist nach der Unterschrift gültig, gilt aber erst, wenn ich meine Wünsche nicht mehr selbst äußern kann. Sie muss nicht zwingend vom Notar beglaubigt werden.

Liegt keine Patientenverfügung vor, muss erst vom Gericht ein Betreuer ernannt werden und der bestimmt dann für mich.

Deswegen sollte zusätzlich zu der Patientenverfügung noch eine Vorsorgevollmacht erstellen werden.

Bei einer Vorsorgevollmacht bevollmächtige ich eine Person meines Vertrauens meinen in der Patientenverfügung verfügten Willen durchzusetzen. Damit vermeide ich einen vom Gericht bestimmten Betreuer, der eventuell meine Wünsche nicht kennt und respektieren kann.

Das ist ein wahnsinniges großes Thema und wir haben jede Menge Unterlagen mitbekommen.

Um 17.45 Uhr beendeten wir mit rauchenden Köpfen dann den Vortrag.